Blinddarm

Bei einer Blinddarmentzündung handelt es sich um eine Enzündung des Wurmfortsatzes, der aus dem Blinddarm ( Coecum ) entspringt. Die Blinddarmentzündung ist die häufigste chirurgische Erkrankung des Magen-Darm-Traktes.

Meistens bestehen anfänglich Schmerzen im Oberbauch/Nabelbereich, welche nach Stunden typischerweise in den rechten Unterbauch wandern. Die Entzündung, die anfänglich nur den Wurmfortsatz umfasst, kann auf das Bauchfell übergreifen  und stärkere lokalisierte Schmerzen verursachen. Es kommt zu Schmerzen beim Gehen, Bewegen. Eine Schonhaltung ist die Folge.

Die Hauptkomplikation ist das der entzündete Wurmfortsatz platzt ( perforiert ) und sich die Entzündung in der Bauchhöhle ausbreitet und eine schwere Bauchfellentzündung mit Blutvergiftung ( Sepsis ) verursachen kann. die tödlich enden kann.

Bei klassischer Klinik sind eine Untersuchung, ein Labor und die Temperaturmessung notwendig. Bei unklaren Fällen könne Ultraschall und/oder Computertomographie der Bauchhöhle Klarheit bringen.

In den allermeisten Fällen ist die Operation die Methode der Wahl. Besteht der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung, sollte so bald als möglich mit der Operation begonnen werden. Lieber eine Operation zu viel, als einen perforierten Wurmfortsatz zu verpassen.

Wir führen diesen Eingriff fast immer laparoskopisch durch. Bei unklarer Situation kommt man auch diagnostisch weiter. Die Spiegelung der Bauchhöhle erlaubt eine gute Übersicht und schonende Operationsweise mit  drei kleinen Schnitten. Die Wundschmerzen sind kleiner, die Darmtätigkeit setzt schneller ein und der Nahrungsaufbau kann schneller erfolgen. Bei komplikationslosem Verlauf kann der Patient nach 2-3 Tagen nach Hause entlassen werden.

Vervielfältigung oder anderweitige Nutzung, auch ausschnittsweise, ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Autors erlaubt.

Copyright Dr. med. Jean-Michel Lindenmann